Montag, 29. Februar 2016

Wildface Pitztal 2016-02-27



Durch Zufall entdeckte ich diesen, etwas andren, um nicht zu sagen aus meinen Augen besseren, Freeride Worldtour Qualifier, bei dem es während einem wilden Ritt durchs Gelände (natürlich mit vorgegebener Strecke) nur auf die schnellste Zeit und nicht auf den Style der Rider ankommt -  ein perfektes Format, wie ich finde…



Die Startnummernvergabe im Hexenkessel
Der Wind frischte von Stunde zu Stunde auf- Foto im Zielbereich

Begeistert meldete ich mich also für diese Veranstaltung an. Auf Grund des "Schneemangels" konnte die Strecke nicht wie ursprünglich geplant, am Mittagskogel,  ausgetragen werden, sondern wurde auf eine längst nicht so spektakuläre Strecke auf den Gletscher verlegt. Nichts desto trotz sollten die Veranstalter aber eine geniale Ausweichstrecke direkt von der Wildpsitzbahn bis zur alten Schleppliftsation ausstecken.

Wir starteten mit 30 Sekunden Abständen zum Vordermann, wodurch es besonders bei der Qualifikation zahlreiche Überholmanöver gab. Super spannend zum zusehen und auch zum Fahren, gefiel mir wirklich sehr gut. Ich finde es schade, dass es nicht viel mehr Rennen in diesem Format gibt - es macht unbeschreiblich viel Spaß, falls Ihr bei sowas noch nie dabei wart, behaltet das unbedingt im Kopf fürs nächste Jahr, am liebsten würde ich direkt wieder an den Start gehen, am besten gleich morgen, ach was rede ich, gleich JETZT!

Doch bereits  bei der Zeitnahme der Qualizeiten kam es leider zu einigen Verwirrungen . So hatte ich erstaunlicherweise gerade mal 15 Sekunden Vorsprung zur Startnummer 22, obwohl ich diese im unteren Drittel der Strecke überholt hatte und bei Startabständen von 30 Sekunden somit mindestens einen Vorsprung von 30 Sekunden zu ihr haben müsste… da kann was nicht stimmen - SCHADE, solche Patzer sollten bei einem Startgeld von ca. 80 Eur plus Liftkarte nicht auftreten!  



Nichts desto trotz war ich unter den Top 5 Ski-Mädels und durfte somit das Finale bestreiten – was will ich mehr… Doch gerade im besagten Finale sollte es dann mit der Zeitnahme so gar nicht mehr funktionieren. Die schnellste Skidame hatte plötzlich die gleiche Zeit wie der schnellste Skiherr, doch keinen schien dieses Ergebnis zu stören und so wurde die Siegerehrung auch tatsächlich mit diesem Ergebnis durchgeführt und siehe da, direkt nach der Siegerehrung kam es dann zu den ersten, lautstarken, Beschwerden (vor allem der bis dahin Drittplatzierten), daraufhin sollten die Zeiten nochmals manuell nachgeprüft werden. Bei der ursprünglichen Siegerin konnte schnell der Fehler festgestellt werden, die Lichtschranke im Ziel wurde anderweitig ausgelöst und sie hatte tatsächlich den 5. Rang erreicht. Als nächstes wurde meine Zeit unter die Lupe genommen. Bei meiner Zeit konnte erstmal kein Fehler festgestellt werden und daher sollte ich die super süße Holztrophäe der Siegerin auch direkt mit nach Hause nehmen. Doch siehe da, in der Ergebnisliste ist nun eine andere Zeit aufgelistet, anscheinend konnte von der bis dahin Drittplatzierten eine Zeit "gemessen" werden, die ziemlich genau 1 Sekunde schneller ist als meine... Mir erschließt sich im nachhinein leider überhaupt nicht mehr woher diese Ergebnisse kommen!

Ein Foto mit allen Ridern - gute 130 Fahrer waren am Start
Die Siegerehrung - noch mit den "falschen" Zeiten
- ich hab nach neuer und alter Zeit Platz 2 ;) - 
Ich hätte mich gefreut wenn wir, nachdem die Fehler ersichtlich wurden einfach das Finale wiederholen hätten können, vielleicht auch einfach direkt mit einem „Massenstart“ von uns Fünf-Final-Mädels… 

Abschließend kann ich nur sagen, der Contest hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, die Ausweichstrecke war zwar technisch sehr einfach aber trotzdem war der Bewerb, nicht zuletzt wegen den 30 Sekunden Abständen, ein voller Erfolg und ich würde auch trotz der Mängel bei der Zeitnahme jederzeit wieder Teilnehmen. Ich freue mich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr und hoffe auf einer Transponderzeitnahme, die von den Veranstaltern auch bereits angekündigt wurde, dann wird es beim nächsten Mal keine Zweifel an den Zeiten mehr geben müssen und das ganze Augenmerk kann voll und ganz auf den Spaß am Skifahren gelegt werden – wie es ja eigentlich auch sein sollte…

Meine Große Liebe habe ich dort auch gefunden - eine Pinke riesen Energy Drink Dose - ooohhhh <3














...und ein bisschen Zeit blieb vor dem Start auch noch für Blödeleien, das muss natürlich sein - YEA -



Wer bremst verliert - so schaut es aus, denn nach "neuer Zeitrechnung" fehlt mir nur gut 1ne Sekunde zu Platz Eins... 




Aber es war auch wirklich der Tag der 2. Plätze für mich, auch beim "Energy-Drink - aus Eisblock - befrei - Spiel" konnte ich mir leider nur Platz 2 sichern... ;)



NÄCHSTES JAHR MUSS ALSO DRINGEND WIEDER ANGEGRIFFEN WERDEN! 

IN DIESEM SINNE - RIDE ON -

(Ps. und nicht vergessen "wer bremst verliert" - Zeitrechnung hin oder her ;) )